Igor Strawinsky

Im Repertoire des Ensembles:

  • „Pater Noster“

Igor Strawinsky (1882- 1971) wurde in der Nähe von St. Petersburg geboren und wuchs in einem großbürgerlichen und künstlerisch ambitionierten Elternhaus auf. Er begann bereits mit 15 Jahren zu komponieren, schloss allerdings auf Wunsch der Eltern dann zunächst ein Jurastudium ab, bevor er sich ganz der Musik widmete. Strawinsky hat verschiedene Stilrichtungen der modernen Musik entweder selbst geformt oder entscheidend beeinflusst.

Von 1902- 1908 war er Schüler von Rimski- Korsakow. Er studierte dennoch im Wesentlichen autodidaktisch, in dem er sich an Vorbildern wie beispielsweise Tschaikowski, Borodin und Debussy orientierte. Dies prägte vor allem auch sein handwerklich großartiges Können in bezug auf Orchesterbehandlung und Instrumentierung.

In den Jahren 1910 bis 1913 entstanden seine berühmten Ballettmusiken „Der Feuervogel“, "Pétrouchka“ und „Le Sacre du Printemps“.

Die Oktoberrevolution und schließlich der Ausbruch des 2. Weltkrieges zwangen ihn, in die Schweiz und nach Frankreich ins Exil zu gehen. Seine russische Heimat sah er erst 1962 wieder.

Das Exil läutete Strawinskys „neoklassizistische“ Schaffensphase ein: er verwendete Stile und Gesten vergangener Epochen als Zitate und Collagen für seine künstlerischen Zwecke- quasi als Transformation. Später folgte dann die intensive Auseinandersetzung mit serieller Musik und Jazz.

Reine Chorwerke komponierte er nur in geringem Umfang mit starken Bezügen zur russischen Volksmusik, bzw.geistlichen Inhalten.                                            

Strawinsky gilt als Wegbereiter einer innovativen Tonsprache, sein Lebenswerk als Synthese und Spiegel einer Epoche.                                                                                                                                                                                                                         (Quelle: Harenberg Komponistenlexikon 2001)